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Wissenswertes zum Thema Verdauung

Die Leber - mehr als eine Verdauungsdrüse 

Die Leber übernimmt als zentrales Organ des Stoffwechsels eine Vielzahl von Aufgaben. Hierzu gehören die Aufnahme, Verwertung und Speicherung von Nährstoffen, die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe, der Auf- und Abbau von Hormonen, die Produktion von Galle und damit einhergehend der Abbau und die Ausscheidung von körpereigenen und körperfremden Substanzen.

Die Leber spielt zudem eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Die Leber ist deshalb nicht nur die größte Verdauungsdrüse, sondern u.a. auch das bedeutsamste Entgiftungsorgan.

Im Alltag ist die Leber hohen Anforderungen durch unausgewogenes Essen, Alltags-Stress, Umweltschadstoffe, Konservierungsmittel und Alkohol ausgesetzt.

Dauerhafte Überlastungen der Leber können allerdings dazu führen, dass das Verdauungssystem nicht mehr optimal funktioniert und unangenehme Beschwerden wie Völlegefühl, Oberbauchschmerzen und Blähungen auftreten.

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Die Galle - damit die Fettverdauung klappt

Fette Speisen gelten als schwer verdaulich. Dies liegt daran, dass Fett sich nicht in Wasser löst. So wie es in einer Suppe oben aufschwimmt, verhält es sich auch im Magen-Darm-Trakt.

Damit der Körper das Fett aus der Nahrung verdauen und verwerten kann, muss er es erst in der wässrigen Umgebung des Darms löslich machen. Das geschieht mit Hilfe der Galle. Sie enthält bestimmte Stoffe („Gallensalze“), die es ermöglichen, das Fett zu emulgieren. Das Fett wird dabei in feine Tröpfchen verteilt und in der Schwebe gehalten. In dieser Form kann es von den Verdauungsenzymen gespalten und ins Blut aufgenommen werden.

Ein ausreichender Gallenfluss ist deshalb Voraussetzung für eine ungestörte Fettverdauung. Die Galle wird kontinuierlich in der Leber gebildet und dann in der Gallenblase gespeichert. Bei einer Mahlzeit zieht sich die Gallenblase zusammen, so dass die Galle in den Darm abgegeben werden kann.

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Tipps für ein gesundes Verdauungssystem

  • Bewegung beugt Verstopfung vor: Regelmäßige körperliche Aktivität regt die Tätigkeit des Darms an. Gymnastik (vor allem Bauchmuskeltraining), Wandern, Schwimmen, Radfahren oder andere Sportarten bringen den Darm in Schwung und erhalten somit die natürliche Verdauung.
     
  • Langsames und entspanntes Essen: Für die Gesunderhaltung des Verdauungssystems ist es hilfreich, langsam und in entspannter Atmosphäre zu essen sowie bewusst und gut zu kauen. Dadurch wird für die Verdauungsorgane schädlicher Stress vermieden und das Verdauungssystem entlastet. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, schützen die Verdauungsorgane ebenfalls vor Überlastung.
     
  • Vielseitige und ausgewogene Ernährung: Ballaststoffreiche Produkte wie frisches Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte helfen dabei, die Darmfunktion anzuregen. Vielen Menschen hilft es auch, Ballaststoffe in Form von Leinsamen, Pektin, Haferflocken oder Flohsamen zu verwenden. Wer sich bislang ballaststoffarm ernährt hat, sollte allerdings die Ballaststoffzufuhr langsam steigern, um Blähungen zu vermeiden. Wichtig für eine normale Darmentleerung ist zudem genügend Flüssigkeit. Mindestens 2 Liter Flüssigkeit sollten es schon sein, idealerweise in Form von Mineralwasser, Saft oder Kräutertee.
     
  • Alkohol- und Nikotingenuss einschränken: Da Alkohol und Nikotin das Verdauungssystem belasten können, sollte der Konsum vermindert werden und empfindliche Personen sollten nach Möglichkeit ganz darauf verzichten.
     
  • Seelische Ausgeglichenheit: Alltags-Stress, Ärger und Sorgen führen bei vielen Menschen zu Magen-Darm-Beschwerden,wie Magenschmerzen, Durchfall oder auch Verstopfung. Regelmäßige Entspannungsphasen, ausreichend Schlaf sowie Ruhepausen sorgen für seelische Ausgeglichenheit und können zum Erhalt eines gesunden Verdauungssystems beitragen.

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Heilpflanzen für Verdauung, Leber und Galle 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Heilpflanzen die Funktion von Verdauung, Leber und Galle sinnvoll unterstützen können.

Rizinusöl wird aus den Samen des Rizinus (Ricinus communis) gewonnen, der zu den Wolfsmilchgewächsen gehört und in tropischen und subtropischen Regionen beheimatet ist. Die Entwicklung der Pflanze ist vom Standort abhängig. Während Rizinus in den Tropen in kurzer Zeit zu einem bis zu 13 m hohen Baum heranwächst, entwickelt er sich im gemäßigten Mitteleuropa nur als einjähriges Kraut. In der Pflanzenheilkunde wird das aus dem Samen durch Kaltpressung gewonnenen Öl verwendet. Wissenschaftlich gut untersucht ist die abführende Wirkung des Rizinusöls, die bereits in der Antike bekannt war. Als eigentlich wirksame Substanz gilt die Rizinolsäure, die erst im Dünndarm durch körpereigene Enzyme aus dem Öl freigesetzt wird.

Die Mariendistel (Silybum marianum) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in Südeuropa, Südrussland, Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Ihren Namen erhielt die Pflanze wegen der milchig-weißen Flecken auf ihren Blättern. Als Heilpflanze hat die Mariendistel einen festen Platz in der klösterlichen Heilkunde und wurde bereits in den mittelalterlichen Klostergärten angebaut. Schon damals war sie für ihre heilsamen Kräfte bei Verdauungsbeschwerden und ihre leberschützenden Eigenschaften bekannt. Verwendet werden die samenartigen Früchte der Mariendistel. Wesentliche Inhaltsstoffe sind Silymarin, ein Komplex aus verschiedenen Flavonolignanen, Bitterstoffe, ätherisches Öl und Vitamin E. Verantwortlich für die leberschützenden Eigenschaften ist Silymarin, das die Reparaturmechanismen in den Leberzellen aktiviert und die Regeneration der Leber fördern kann.

Die Artischocke (Cynara scolymus L) ist eine distelartige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Pflanze bildet Blütenkörbe, deren fleischige Blütenböden als edles Gemüse geschätzt werden. Berreits im Mittelalter wusste man um die verdauungsfördernde Wirkung der Artischockenblätter. Als wissenschaftlich anerkannt gelten heute ihre verdauungsfördernden, cholesterinsenkenden und leberschützenden Eigenschaften. In der Pflanzenheilkunde werden die Blätter verwendet, die zahlreiche Flavonoide, Bitterstoffe und Chinasäurederivate enthalten. Insbesondere der Bitterstoff Cynarin regt die Leber an, fördert den Gallenfluss und trägt so zu einer besseren Fettverdauung bei. Extrakte aus den Blättern der Artischocke sind deshalb vor allem bei unspezifischen Verdauungsbeschwerden hilfreich.

Bei der Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) handelt es sich um eine in Steppengebieten wachsende Pflanze, deren Bezeichnung auf die besonderen Früchte zurückgeht. Diese besitzen scharfe Widerhaken, die leicht an Tieren haften und dadurch zur Verbreitung der Pflanze beitragen.

Die Wurzel der Teufelskralle ist schon seit langem für ihre wohltuende Wirkung auf die Verdauung und den Bewegungsapparat bekannt. Wichtigste Inhaltsstoffe sind die so genannten Iridoide. Daneben finden sich wertvolle Flavonoide, Terpene und auch ungesättigte Fettsäuren.

Extrakte der Teufelskrallewurzel sind hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden und Appetitlosigkeit. Sie regen Produktion und Abgabe der Verdauungssäfte an und können dadurch die Verträglichkeit von Speisen verbessern sowie Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl vermindern. Bewährt hat sich die Teufelskralle zudem bei rheumatischen Beschwerden. Aus ihrer Wurzel hergestellten Extrakte können zu einer Verbesserung der Beweglichkeit beitragen.

Der  Flohsamen (Plantaginis ovatae semen) ist ein bekanntes Quellmittel zur Unterstützung bei gewohnheitsmäßiger Verstopfung, Erkrankungen, bei denen eine erleichterte Darmentleerung mit weichen Stuhl erwünscht ist, z.B. bei Hämorrhiden nach operativen Eingriffen am Darm und Enddarm und in der Schwangerschaft. Auch als unterstützende Therapie bei Durchfällen unterschiedlicher Genese sowie bei Reizdarm ist der Flohsamen anwendbar. Um eine positive Wirkung zu erreichen, sollte darauf geachtet werden, zusätzlich ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.

Der Pflanze „gemeiner Lein“ (Linum usitatissimum) haben wir die Gewinnung des äußerst nützlichen Leinsamens zu verdanken. Schon 5000 Jahre vor Chr. wurde diese Lein vorerst zur Stoffgewinnung angebaut und zählt somit zu den ältesten Kulturpflanzen. Die Pflanze kann bis zu einem Meter in die Höhe wachsen und besitzt leuchtend blaue Blüten.

Der Samen wird bei Stuhlverstopfung, bei durch Abführmittel geschädigtem Dickdarm, bei Reizdarm oder bei Entzündungen von Darmvertikeln verwendet.  In Form einer Schleimzubereitung wird Leinsamen bei Entzündungen der Magenschleimhaut und des Darms angewendet. Der abführende Effekt beruht auf einer Volumenzunahme des Stuhls und der damit verbundenen Auslösung der natürlichen Darmbewegung. Der schleimhautschützende Effekt entsteht durch eine abdeckende Wirkung.

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