Auge – haben Sie den Durchblick?

Woman wearing glassesIm Laufe unserer Entwicklung hat sich unser Sehorgan soweit spezialisiert, dass wir uns durch die Fähigkeit des Fern- und Nahsehens, des Farbsehens und des räumlichen Sehens orientieren können. Das eintreffende Licht durchdringt Hornhaut, Linse und Glaskörper, als optischen Apparat, bevor es auf die Netzhaut (Retina) trifft. Durch die Reizung der Photosensoren (Zapfen, Stäbchen) der Netzhaut, entsteht auf ihr ein verkleinertes, umgekehrtes Bild der Umgebung. Über den Sehnerv wird dieses Bild an das Gehirn weitergegeben.
Die Hornhaut ist das durchsichtige Tor des Auges. Hier treffen die einfallenden Lichtstrahlen auf unser Auge und werden das erste Mal gebrochen. Es ist besonders wichtig, dass die Hornhaut mit ausreichend Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt wird. Die Versorgung wird nicht über das Blut gewährleistet, da es die klare Sicht vollkommen beeinträchtigen würde. Die Hornhaut wird von innen durch das zirkulierende Kammerwasser, sowie durch den Lidschlag (Tränenflüssigkeit) versorgt.
Blickt man zu lange auf einen Bildschirm, nimmt der Lidschlag pro Minute um mehr als 80 Prozent ab. Symptome wie Jucken, Brennen und Rötungen sind die Folgen einer unzureichenden Benetzung der Hornhaut.
Die Linse ist über bestimmte Fasern an dem Ziliarmuskel befestigt. Er spielt eine wichtige Rolle beim Fern- und Nahsehen. Der  Begriff Akkomodation beschreibt die Fähigkeit der Linse ihre Form und damit ihre Brechkraft zu verändern, um unterschiedlich weit entfernte Gegenstände scharf auf der Netzhaut abbilden zu können. Das bedeutet, wenn wir Gegenstände in der Ferne betrachten wollen, ist der Ziliarmuskel erschlafft, wodurch die Fasern, wegen dem größeren Abstand zwischen Muskel und Linse, angespannt sind. Die Linse ist abgeflacht. Beim Nahsehen ist der Ziliarmuskel angespannt und die Fasern wegen dem geringeren Abstand locker. Sie üben keinen Zug auf die Linse aus, die sich dadurch gemäß ihrer natürlichen Elastizität stark wölbt.
Ist die Linse gewölbt werden einfallende Lichtstrahlen stärker gebrochen. In einem flachen Zustand der Linse, nimmt ihre Brechkraft ab.

health, vision, sight, future technology concept - woman eye with laser correction frameJe länger wir auf einen Bildschirm blicken, desto länger muss unser Auge die Einstellung der Sehschärfe im Nahbereich gewährleisten. Je näher wir vor dem Bildschirm sitzen, desto mehr Kraft und Anstrengung kostet es unser Auge. Dabei kann es auch zu Verspannungen des Ziliarmuskels kommen, der dadurch länger angespannt bleibt. Dies kann  zu Problemen beim Blick  in der Ferne  führen. Entfernte Gegenstände werden unscharf gesehen (vorübergehende Kurzsichtigkeit).
Im Laufe unserer Entwicklung nimmt die Elastizität der Augelinse ab. Die Auswirkungen bemerken wir meist erst in den vierziger oder fünfziger Jahren, obwohl die Linse schon in unserer Kindheit beginnt starrer zu werden. Ältere Menschen haben dadurch Probleme beim scharfen Sehen in der Nähe und Ferne. Eine Unterstützung des Auges ist daher sinnvoll.
Die Brechkraft der Linse wird in Dioptrie (dpt) gemessen. Bei einer großen Entfernung liegt der Normalwert bei etwa 60 bis 65 dpt.
Zusätzlich ist es wichtig, dass unser Augenpaar für das scharfe Sehen auf ein und denselben Punkt ausgerichtet ist. Dieser Vorgang ist von Muskeln abhängig und wird als Konvergenz bezeichnet.
Als Adaption wird die Fähigkeit des Auges sich an unterschiedliche Helligkeitsstufen anzupassen definiert.  Zu große Unterschiede der einzelnen Helligkeitsstufen, zum Beispiel in Büro und Umgebung, können unsere Augen überfordern. Bei jedem Blick müsste eine Hell-Dunkel-Anpassung stattfinden, was besonders die Augmuskeln stark beansprucht.
Selbst physischer Stress wirkt sich negativ auf unser Sehvermögen aus (Dauer der Arbeitszeit, Müdigkeit, Störung des BIO-Rhythmus).
Weitere Quellen für eine Reizung des Auges sind Zigarettenrauch, Papierstaub, trockene Luft.

Eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Augengesundheit.

Lutein ist ein intensiv gelb gefärbter Stoff, der zur Gruppe der Carotinoide gehört. Wir selbst könnenFalling fresh vegetable Lutein nicht bilden. Gewisse Mengen von diesem Carotinoid sind in dunkelgrünen Blattgemüsearten wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl, aber auch im Eidotter enthalten.

Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Lutein und der Prävention und Therapie von einigen Augenerkrankungen hin. Wissenschaftler forschen speziell an der positiven Wirkung von Lutein auf den Verlauf der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Ursachen für die Entstehung der AMD sind Veränderungen der Macula lutea, dem „Fleck des scharfen Sehens“ auf der Netzhaut. Er enthält ein gelbes Pigment, welches aus den zwei Hauptbestandteilen Lutein und Zeaxanthin zusammengesetzt ist. Die protektive Wirkung von Lutein basiert auf zwei Ebenen. Zum einen bindet das Carotinoid freie Radikale und mindert somit die Belastung durch oxidativen Stress. Zum anderen absorbiert Lutein energiereiche Wellenlängen und schützt das Auge vor schädlichen UV-Strahlen. Eine starke Strahlenbelastung des Auges kann zur Trübung der Linse führen, was in Fachkreisen auch als Grauer Star bezeichnet wird.

Beta-Carotin schütz wie Lutein die Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt zusätzlich das Immunsystem. Auf die antioxidative Wirkung von Vitamin E und C wirkt sich  Beta-Carotin synergetisch aus, es verstärkt die Wirkung der Vitamine.

Beta-Carotin gehört ebenfalls zur Gruppe der Carotinoide und wird im Körper bedarfsgerecht in Vitamin A umgewandelt. Vitamin A, das Augenvitamin, trägt zum Erhalt der normalen Sehkraft bei. Es ermöglicht die Übertragung von Licht zu einem Nervsignal. Ein erhöhter Vitamin-A-Bedarf entsteht durch ungünstige Lichtverhältnisse (starke Helligkeit, Dämmerung). Zudem verschlechtern die Aufnahme bestimmter Medikamente, Alkohol und Zigaretten die Verfügbarkeit von Vitamin A aus der Nahrung.
Die Heidelbeere weißt einen hohen Gehalt an blauen Farbstoffen auf, den Anthocyanen. Sie gehören zur Gruppe der Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe). Wissenschaftler untersuchen die positive Wirkung der Anthocyane auf das Auge bei licht-induzierten Schäden.

Oeil et test de visionFettreiche Fische, wie Lachs und Makrele, sind reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Laut einer Studie der Havard Medical School an über 30.000 Frauen, weisen diejenigen, die wöchentlich Fisch auf dem Speiseplan stehen haben, ein geringeres Risiko auf an Altersbedingter Makuladegeneration zu erkranken. Laut den Health Claims,  einer Verordnung zu den erlaubten nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben, tragen allein schon 250mg Docosahexaensäure (DHA) täglich zur Erhaltung der normalen Sehkraft bei.

Unsere Augen tragen einen Großteil zu unserer Lebensqualität bei. Im Alltag sind sie ständig gefordert und werden zu oft überfordert. Damit eine normale Sehkraft bis ins hohe Alter gewährleistet ist, müssen Ihre Augen mit ausreichenden Nährstoffen versorgt werden. Eine gezielt Unterstützung des Auges kann daher sinnvoll sein –  Gönnen Sie Ihren Augen etwas Gutes!

Darreichungsformen für Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente

Die Begriffe „Tablette“ oder „Pille“ werden in unserem heutigen Sprachgebrauch relativ unkompliziert verwendet. Ob wir nun krank sind, unseren Körper mit wichtigen Vitaminen und Vitalstoffen unterstützen wollen oder auch für andere Indikationen, für nahezu jede Indikation gibt es heute die richtige Tablette oder ein Arzneimittel in einer anderen Darreichungsform.

Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen einer Filmtablette und einem Dragees? Warum gibt es bestimmte Präparate nur als Kautablette und was ist eine Sublingualtablette? Worin unterscheiden sich eine Creme, Salbe bzw. Gel? Und warum gibt es überhaupt so viele verschiedene Darreichungsformen für Medikamente, Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel? Hier möchten wir Licht ins Dunkel bringen und die wichtigsten Darreichungsformen für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel kurz erläutern.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel

Beginnen wir mit der wohl am häufigsten verwendeten Darreichungsform, der Tablette. Tabletten sind feste Darreichungsformen von Arzneistoffen die einen oder verschiedene Wirkstoffe enthalten und die verschiedensten Formen haben können.

Am weitesten verbreitet ist dabei die bikonvexe Form. Diese Tabletten sind rund sowie oben und unten gewölbt. Die Inhaltsstoffe werden dabei meist durch pressen eines Pulvers oder Pulvergemisches (Direkttablettierung) in die entsprechende Form gebracht. In dem Pulver sind die eigentlichen Wirkstoffen und benötigten Hilfsstoffen, sowie Füll- und Bindemittel enthalten, welche die zur Tablettierung notwendigen Eigenschaften verbessern.

Welche Art der Tablette verwendet wird, hängt in erster Linie von den verwendeten Wirkstoffen ab und der Frage wann und an welcher Stelle unseres Körpers diese freigesetzt werden sollen:

  • Filmtablette: auch Lacktabletten genannt, ist eine besondere Art der überzogenen Tabletten. Hierbei kommt eine Polymerschicht zum Einsatz, die nicht nur das Schlucken der Tablette vereinfacht, sondern auch den unangenehmen Geschmack überdecken kann.
  • Dragee: Im Gegensatz zu Filmtabletten sind Dragees meist mit einer Zuckerschicht bzw. Zuckersirup überzogen
  • Filmtablette / Dragees magensaftresistent: bei einer speziellen Form der überzogenen Tablette kommt eine säurefeste Ummantelung zum Einsatz. Hierdurch wird erreicht, dass eine Wirkstofffreigabe erst nach der Passage des Magens im Darmtrakt geschieht
  • Sublingualtablette: Im Gegensatz zu den magensaftresistenten Tabletten ist hier die frühestmögliche Wirkstofffreigabe das Ziel. Sublingualtabletten werden unter die Zunge gelegt, dort lässt man sie langsam zergehen, sodass die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut resorbiert werden
  • Kautablette/Lutschtablette: Diese Art Tablette kommt eher zum Einsatz, wenn eine unproblematische Einnahme unterwegs und ohne etwas zu trinken möglich sein soll. Die Darreichungsform erleichtert aber auch die Einnahme z.B. bei Kindern oder für Personen die Tabletten nicht schlucken können oder wollen.
  • Brausetablette: Brausetabletten lösen sich im Wasser auf, wodurch ein wirkstoffhaltiges Getränk entsteht, welches getrunken und so eingenommen werden kann.

Oft werden Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel auch in Kapselform verabreicht. Früher wurden hierfür oft Stärkekapseln benutzt, aber wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und mechanischer Beanspruchung, vor allem aber wegen der unbefriedigenden Zerfalleigenschaften finden Stärkekapseln heute seltener Verwendung. Meistens werden Gelatinekapseln verwendet, die den eigentlichen Wirkstoff enthalten. Man unterscheidet in Hart- und Weichgelatinekapseln:

  • Weichgelatinekapseln: Die meist flüssige oder halbfeste Füllung von Weichgelatinekapseln erfolgt in der Regel maschinell durch einen industriellen Hersteller. Sie besitzen in der Regel eine dickere aber dafür elastischere Hülle im Vergleich zu Hartgelatinekapseln.
  • Hartgelatinekapseln hingegen sind eine relativ einfach herzustellende *Arzneiform* die auch individuell von Hand befüllt werden können. Hierfür können auch Leerkapseln erworben werden.
  • In seltenen Fällen wird auch der Wirkstoff statt in den Inhalt direkt in der Kapselhülle verarbeitet, dann spricht man von Lutschkapseln.

In der näheren Vergangenheit hat sich eine weitere Darreichungsform auf dem Markt für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel entwickelt. Die sogenannten „Shots“ die in Ampullen-Form angeboten werden. Hier werden Wirkstoffe in einer flüssigen Darreichungsform gelöst, die dann getrunken werden und deshalb auch Trinkampulle genannt wird. Bei manchen Präparaten muss die enthaltene Wirkstoffkombination erst durch knicken oder schütteln aktiviert werden.

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Rhodiola rosea – „Goldene Wurzel“ 

Der Rosenwurz ist eine widerstandsfähige Hochgebirgspflanze, die gelernt hat an extremen Standorten, wie Felsspalten, zu überleben. Im Laufe der Jahre hat die Pflanze verschiedene Namen erhalten, zum Beispiel „Goldene Wurzel“ (Sibirien) oder Arktische Wurzel.
Die Pflanze zählt zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und stammt ursprünglich aus arktischen Gegenden, wie Alaska, Sibirien und Skandinavien. Neben Rhodiola rosea sind noch über 200 weitere verschiedene Arten von Rhodiola bekannt. Die Pflanze gedeiht auf kargen Böden und in Höhen von bis zu mehreren tausend Metern. In der Blütezeit von Mai bis September versprüht die strauchartige Pflanze, wie der Name verspricht, einen rosenartigen Duft. Dieser Duft wird durch die in der Wurzel enthaltenen ätherischen Öle hervorgerufen. Sie erreicht Wuchshöhen von 5 bis 35 cm.  Die Pflanze wird hauptsächlich als Tee oder Gemüse verwendet. Aus der knollenförmigen Speicherwurzel werden Extrakte hergestellt, die in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.

seniorenIn der Volksmedizin wird  Rhodiola rosea bei Ängstlichkeit, Depressionen und Schlaflosigkeit angewendet. Des Weiteren wird ihr nachgesagt, das Nervensystem zu stimulieren, die Arbeitsleistung zu fördern und Höhenkrankheit zu lindern.

In Sibirien ist es Brauch, dass das Brautpaar an seinem Hochzeitstag ein Bündel der Wurzelknollen erhält. Dieses Symbol soll dem frischgebackenen Ehepaar viele gesunde Kinder bescheren. In anderen Teilen der Welt wird der Tee aus der Pflanze als Erkältungsschutz getrunken. In Alaska essen die Eingeborenen Rhodiola rosea als Gemüse oder zusammen mit anderen Speisen.

In Österreich ist der Extrakt aus der Wurzel seit 2008 als traditionelles Arzneimittel zugelassen. Ausgelobt wird es als pflanzliches Arzneimittel zu Linderung von körperlichen und geistigen Symptomen bei Stress.
In einer doppel-blinden, Placebo kontrollierten Studie von Darbinyan et al. im Jahre 2000 untersuchten die Forscher, ob sich die Leistungsfähigkeit von Ärzten während wiederholter Nachtschichten durch die Gabe von Rhodiola rosea beeinflussen oder sogar steigern lässt. Bei den Testpersonen handelte es sich um 56 gesunde und junge Ärzte. Eine Gruppe von ihnen bekam über ein paar Wochen einen niedrig dosierten Rhodiola-Extrakt aus der Wurzel, die andere Gruppe ein Placebo. Als Ergebnis der Studie konnte eine Verringerung  allgemeiner Ermüdung und Erschöpfung unter Stressbedingungen festgestellt werden.

In der Pflanze sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten: Phenylpropanoide, Phenylethanoide, Flavonoide, Monoterpene, Triterpene und phenolische Säuren.  Die wertgebenden Parameter für die Qualität der Rosenwurz-Extrakte sind die Gehalte an Salidiosid und Rosavinen. Ein qualitativ wertvoller Extrakt enthält 1% Salidiosid und 3% Rosavine. Zu den Rosavinen zählen Rosavin, Rosin und Rosarin. Es sind Zimtalkoholderivate, die zur Gruppe der Phenylpropanoide gehören.Fotolia_27877685_micro

Die Verzehrsempfehlung pro Tag richtet sich nach dem Rosavin-Gehalt im Extrakt. Anfangs dachten Forscher, dass Salidiosid der Hauptwirkstoff der Pflanze sei. Doch in den 80er Jahren, entdeckten sie andere Arten, die Salidiosid enthielten, jedoch keinerlei pharmakologische Wirkung zeigten.
Zusätzlich enthält die Pflanze eine Reihe an antioxidativen Inhaltsstoffen, die die Zellen des Körpers vor oxidativen Stress schützen.

Rosenwurz wird von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA als „Adaptogen“ eingestuft. Rhodiola rosea lindert  zeitweise Stresssymptome wie Müdigkeit und Schwächegefühl.
In Fachkreisen werden Pflanzen als adaptogen bezeichnet, wenn sie die Anpassungsfähigkeit des Köpers an Veränderungen oder Stresssituationen fördern. Die Leistungsfähigkeit wird gesteigert, Müdigkeit und Erschöpfung werden bekämpft, und eine erhöhte Reizbarkeit wird gesenkt. Wie genau die Adaptogene wirken, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt.
Eine weitere adaptogene Heilpflanze ist der Ginseng.

Nebenwirkungen durch die Einnahme sind nicht bekannt. Frauen in der Schwangerschaft und Stillperiode, sowie Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen wird von der Einnahme abgeraten, da keine hinreichenden Daten zur sicheren Anwendung in diesen Fällen vorliegen.
Zusätzlich wird empfohlen, den Extrakt in der ersten Tageshälfte einzunehmen, da eventuell bei sensiblen Personen Probleme beim Einschlafen entstehen.

Weitere interessante Informationen auch zu Rhodiola rosea finden Sie in unserem ascopharm-Lexikon

Darbinyan V1, Kteyan A, Panossian A, Gabrielian E, Wikman G, Wagner H. finden Sie in unserem Lexikon

“Rhodiola rosea in stress induced fatigue–a double blind cross-over study of a standardized extract SHR-5 with a repeated low-dose regimen on the mental performance of healthy physicians during night duty.”  Phytomedicine. 2000(5):365-71.

  • http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Herbal_-_Summary_of_assessment_report_for_the_public/2014/06/WC500168693.pdf

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe – potentielle Superhelden, oder einfache Pflanzeninhaltsstoffe?

In Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und fermentierten Lebensmitteln sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Als Abwehrstoffe gegenüber Fressfeinden oder mikrobiellen Angriffen schützen sie die Pflanzenwelt. Sie geben den Pflanzen ihre Farbe und sind Wachstumsregulatoren. Als Aroma-, Duft- und Farbstoffe locken sie die Tierwelt an, welche dann die Samen und Pollen der Pflanzen verteilen und somit für die Fortpflanzung sorgen.Obst und Gemüse

Es sind über 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, wobei bis zu 10.000 davon eine Rolle im menschlichen Organismus spielen. Offiziell werden sie nicht zu den essentiellen, sprich den lebensnotwendigen, Nährstoffen gezählt. Jedoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine ausreichende Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über die Aufnahme von Obst und Gemüse.
Der Großteil der sekundären Pflanzenstoffe befindet sich in der Schale der Frucht und in den äußeren Blättern der Pflanzen.
Die Bezeichnung „sekundär“ ist keine Herabstufung ihrer Qualität. Es ist lediglich eine Trennung von den „primären“ Pflanzenstoffen in der Zelle, den Fetten, den Kohlenhydraten und den Eiweißen. Sekundäre Pflanzenstoff nehmen an verschiedenen Stoffwechselprozessen Einfluss, liefern jedoch keine Energie.

Die einzelnen Sekundären Pflanzenstoffe werden in folgende Gruppen unterteil:

  • Polyphenole
  • Saponine
  • Carotinoide
  • Phytosterine
  • Phytoöstrogene
  • Protease-Inhibitoren
  • Glucosinolate
  • Monoterpene
  • Sulfide
  • Lektine

Die Phytinsäure  und der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, zählen ebenfalls zu den Sekundären Pflanzenstoffen, bilden jedoch keine eigenständige Gruppe oder lassen sich in keine der aufgezählten Kategorien einteilen.

Die Gruppe der Polyphenole besteht aus den beiden Untergruppen Phenolsäuren und Flavonoide. Die Phenolsäuren geben dem Kaffe, den Nüssen und weiteren Produkten den typisch herben, bitteren Geschmack.
Äpfel, Zwiebeln und Beeren erhalten ihre rote, gelbe, blaue und violette Farbe durch die Flavonoide. Einige dieser Flavonoide liegen als Polymere vor und werden in dieser Form als Proanthocyanidine bezeichnet. Polymere sind Ketten oder verzweigte Moleküle, die aus mehreren großen und identischen Bausteinen bestehen.

Die Carotinoide werden in eine sauerstofffreie und eine sauerstoffhaltige Variante unterteilt. Zu den sauerhaltigen Carotinoiden zählen die Xantophylle, wie Lutein und Zeaxanthin. Diese sind überwiegend in grünblättrigen Gemüse zu finden. Das Lycopin ist ein Beispiel für die sauerstofffreie Variante und gibt dem Obst und Gemüse seine typische orange, rote Farbe. Der Großteil der Carotinoide ist als Vorstufe von Vitamin A bekannt und wird als Provitamin A bezeichnet. Ein Beispiel ist das β-Carotin.

Glucosinolate verleihen Lebensmitteln wie dem Rettich sein scharf schmeckendes Aroma. Isoflavone, Lignane und Coumestane sind Phytoöstrogene. Stoffe dieser Klasse ähneln, dem weiblichen Hormon Östrogen. Sulfide sind schwefelhaltige Verbindungen, die im Knoblauch und in der Zwiebel zu finden sind. Der wichtigste Vertreter ist das Allicin. Monoterpene sind in Orangen und Zitronen zu finden. Sie sind Bestandteile von ätherischen Ölen. In der Lebensmittelindustrie werden die Monoterpene häufig wegen ihrer Funktion als Aromastoffe eingesetzt.

Falling fresh vegetableEinigen sekundären Pflanzenstoffen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es gibt erste Nachweise für eine antikanzerogene Wirkung, das bedeutet, das Risiko für eine Krebserkrankung wird vermindert. Auch antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften werden genauer untersucht.  Sie wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, schützen vor Infektionen durch Bakterien und Viren, stärken das Immun- und Herz-Kreislaufsystem und senken den Cholesterinspiegel. Es gibt viele abgeschlossene und laufende Studien zu dem Wirkungsgrad einzelner sekundärer Pflanzenstoffe. Jedoch sind die Auswirkungen auf den menschlichen Körper verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe noch nicht vollkommen geklärt.

In kontrollierten Studien konnte durch eine erhöhte Zufuhr an Flavonoiden aus täglich 10 Tassen „Grünen Tee“ die Neuerkrankungsrate für Darm-, Leber und Magenkrebs dokumentiert werden. Einige Studien zeigen, dass durch einen erhöhten Lycopinspiegel im Blut das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, vermindert ist – dazu zählen Lungen-, Brust-, Prostata- und Magenkrebs.
Es gibt bereits erste Ansätze, Lycopin wegen seiner möglichen Antitumorwirkung als unterstützende Therapie neben der standardiesierten Krebsbehandlung wie Bestrahlung und Chemotherapie anzuwenden. Das Lycopin schützt als Antioxidans die Zellen und deren DNA vor Schäden durch reaktive Sauerstoffspezies. Durch seine Fähigkeit die Kommunikation der Zellen untereinander zu stimulieren, können gesunde Zellen das Wachstum von veränderten Zellen kontrollieren.

Des Weiteren gibt es Studien zu Lignanen in Verbindung mit Dickdarm- und Brustkrebs, sowie in Zusammenhang mit Isoflavonen zu Lungen-, Prostata- und Gebärmutterschleimhautkrebs. Wegen ihrer Wechselwirkung mit dem Hormonstoffwechsel sollen Glucosinolate die Entstehung hormonabhängiger Tumore negativ beeinflussen.

Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde bereits offiziell bestätigt, dass mindestens 0,8g Phytosterine/ Phytostanole pro Tag zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen.Obst und Gemüse

Diese Phytosterole konkurrieren mit dem tierischen Cholesterin um den Transport. Dadurch wird die Aufnahme von Cholesterin gesenkt. Phytosterine kommen eher in fettreichen Pflanzenteilen, wie Sonnenblumenkernen, vor. In der Lebensmittelindustrie sind sie in einigen Margarinesorten enthalten.

Um den positiven Nutzen aus den sekundären Pflanzenstoffen zu nutzen, wird empfohlen mindestens fünf Portionen an Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Des Weiteren ist Vorsicht bei der Verarbeitung geboten, da gewisse Verarbeitungsschritte, wie Hitze und zu langes Garen zu hohen Verlusten führen kann. Sollten Sie nicht an die Empfehlung herankommen, kann eine Supplementation in Form von  Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Ballaststoffe

Anders als früher angenommen handelt es sich bei den Ballaststoffe nicht um eine Belastung für den Organismus. Ganz im Gegenteil – ihnen kommen zahlreiche positive Eigenschaften zu. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt einen täglichen Verzehr von 30 Gramm Ballaststoffe. Leider erreichen etwa 75 % der Bevölkerung diese Empfehlung nicht.
Die Ballaststoffe werden der Stoffklasse der Kohlenhydrate – den Vielfachzuckern (Polysaccharide) – zugeordnet. Auch bestimmte Oligosaccharide, dass sind Verbindungen aus 3 – 10 gleichen, oder verschiedenen Monosacchariden (Einfachzucker wie z.B. Glukose). Diese können in unterschiedlicher Weise miteinander verknüpft sein (Kette; Verzweigung). Inulin ist hierbei als bedeutendes Beispiel zu nennen. Mögliche Quellen sind Getreide, Gemüse und Obst. Auch Hülsenfrüchte (u.a. Erbse, Bohne, Erdnuss) stellen eine gute Ballaststoffquelle dar.

Ballaststoffe

Man unterscheidet 2 Gruppen von Ballaststoffen – wasserlösliche und nicht wasserlösliche. Ein bekanntes Beispiel für wasserlösliche Ballaststoffe ist die Cellulose, welche der Pflanze als Zellwandbestandteil (Zugfestigkeit) dient. Das als „Holzstoff“ bekannte Lignin stellt einen Vertreter der nicht löslichen Ballaststoffe dar. Lignin dient der Pflanze als Stabilität gebende Komponente (Druckfestigkeit). Da uns die notwendigen Enzyme fehlen, welche die Ballaststoffe aufspalten können, werden diese nicht über die Dünndarmschleimhaut aufgenommen (resorbiert). Ferner kann der Körper daraus somit keine/sehr geringe Energie gewinnen. Erst im Dickdarm kann ein stofflicher Umsatz durch dort befindliche Bakterien (mikrobiell) erfolgen. Dies kann einen positiven Einfluss auf die Vermehrung gewünschter Mikrobenstämme haben, welche eine natürliche Barriere gegen infektiöse, von außen eindringende Erreger bilden.

Weiterer Vorteil: im Zuge des mikrobiellen Abbaus der Ballaststoffe werden kurzkettige Fettsäuren gebildet, welche den pH – Wert im Darm senken und so unerwünschte Mikroben in ihrem Wachstum hemmen. Etwa 70% unserer immunologischen Prozesse laufen im Darm ab. Dies macht deutlich, warum eine gesunde Darmflora essentiell für die Gesundheit ist.

Physikalisch – chemische Vorteile der Ballaststoffe sind ein hohes Wasserbindevermögen und ihre Fähigkeit Bindungen einzugehen. Durch das hohe Wasserverbindungsvermögen (bis Faktor 100) quellen Ballaststoffe sehr stark. Es kommt zu einer Volumenzunahme. Dadurch wird die Verweildauer des Nahrungsbreis im Magen erhöht, was zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl führen kann. Es bilden sich zusätzlich Komplexe zwischen den Ballaststoffe und dem Einfachzucker (Glukose). Daher gelangt der Einfachzucker verlangsamt ins Blut, was die Bauchspeicheldrüse entlastet und den Blutzuckerspiegel stabilisieren kann. Heißhungerattacken können ebenso vermieden werden.

Im Dickdarm wird hingegen die Verweildauer verkürzt. Durch seine Eigenschaft als Quellmittel, wird einerseits das Volumen des Darminhalts erhöht und andererseits die Aktivität des Darms stimuliert.

GemüseEinfacher ausgedrückt: die Verdauung wird angeregt. Dieser Effekt wird auch im Hinblick auf die Prophylaxe der Entstehung von Divertikulose (Ausstülpungen der Darmschleimhaut) diskutiert. Risikofaktoren für eine Divertikulose sind, neben Bewegungsmangel und zunehmendem Alter, auch Ballaststoffe – Mangel.

Ballaststoffe regen die Muskelaktivität des Darms an. Dies ist banal als eine Art Training zu verstehen.

In Anbetracht der Bindungsaffinität kann eine hinreichende Zufuhr von Ballaststoffe des Weiteren zu einem verringerten Cholesterinspiegel beitragen.
Ballaststoffe binden einen Teil der Gallensäure, sodass diese vermehrt ausgeschieden werden. Die Leber benötigt Cholesterin aus dem Blut für die Neubildung von Gallensäuren, was den Blutcholesterinspiegel senken kann. Da ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Darmkrebs und sekundären Gallensäuren im Dickdarm besteht, sind Ballaststoffe hier als etwaiger prophylaktischer Ansatz zu verstehen.
Eine negative Begleiterscheinung eines hohen Ballaststoffe – Verzehrs können Blähungen (Flatulenzen) sein, welche allerdings nach einer gewissen Zeit der Anpassung nachlassen. Ebenso ist darauf zu achten, dass Ballaststoffe auch essentielle Mineralstoffe, Spurenelemente und fettlösliche Stoffe (z.B. fettlösliche Vitamine wie A, D, E, K) binden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ballaststoffe vielfältige positive Wirkungen haben, welche für die Prophylaxe und Therapie vieler Erkrankungen eine Rolle spielen können: Verstopfung, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselerkrankungen, Darmkrebs und Divertikulose.

Die Wirkung von Teufelskralle Kapseln

Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist eine Pflanze, die in der afrikanischen Savanne zu Hause ist. Bedingt durch ihren Lebensraum ist sie anspruchslos, ihre Blüten sind jedoch sehr beeindruckend. Die Teufelskralle besitzt an ihren oberirdischen Ausläufern Früchte mit spitzen Widerhaken, welche im Fell vorbei streifender Tiere hängen bleiben und so weitertransportiert werden. Dadurch kann sich die Pflanze leichter verbreiten. In erster Linie hat die Teufelskralle ihren Namen erhalten, weil die getrockneten Kapselfrüchte der Pflanze wie Krallen aussehen. Die Teufelskralle ist wegen ihrer Inhaltsstoffe bekannt, die einen gesundheitlichen Nutzen haben können:

  • Zimtsäure
  • Chlorogensäure
  • Acteosid
  • Triterpene
  • Flavonoide
  • Iridoidglykoside wie Harpagosid, Hapagid, Prombid

Welche der Inhaltsstoffe nun genau welche Wirkung erzielen, konnten die Forscher noch nicht herausfinden. Harpagosid soll aber eine zentrale Rolle bei dieser Frage spielen. Klinische Studien haben den Nutzen der Pflanze bei der Schmerzbehandlung im Rahmen von Therapien von Erkrankungen des Bewegungsapparates belegt.

Was bewirkt die Teufelskralle?

Teufelskralle_Kapseln_Ascopharm.deDie Teufelskralle ist in ihrer Heimat schon lange wegen ihrer vielfältigen, heilsamen Wirkung bekannt. Bei den Ureinwohnern wird sie als Heilpflanze gegen Schmerzen und Fieber oder auch bei Magen-Darm-Problemen angewendet. Nachdem sie in der westlichen Welt bekannt wurde, wird sie in Form von Teufelskralle Kapseln mit einem Extrakt aus der Teufelskrallenwurzel bei Rheuma oder Arthrose, aber auch bei Rückenschmerzen eingenommen. Ihre Inhaltsstoffe sitzen in den Wurzelausläufern der Teufelskralle, ihnen wird die meiste Wirkung nachgesagt. Durch Laborversuche konnte herausgefunden werden, dass die Teufelskralle sowohl entzündungshemmende wie auch leicht schmerzstillende Eigenschaften besitzen soll. Teufelskralle Kapseln werden nicht nur in der alternativen oder zur unterstützenden Behandlung gegen Gelenk- und Rückenschmerzen eingesetzt. Auch als unterstützende Therapie bei Arthrose und anderen Erkrankungen, die die Mobilität des Menschen stark einschränken, kommen sie zum Einsatz.

Menschen, die unter Rheuma oder Arthritis, unter Rückenschmerzen oder sonstigen Gelenkschmerzen leiden, möchten versuchen, durch Alternativmedizin zu den chemischen Arzneimitteln Hilfe zu finden. Besonders in leichteren Fällen, wo chemisch definierte Antirheumatika oder schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente als unnötig belastend empfunden werden, kann die Teufelskralle eine gute Alternative darstellen.

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Wofür brauchen wir Vitamin K?

Das fettlösliche Vitamin K ist zwar nicht so bekannt wie seine im Alphabet weiter vorn vermerkten Geschwister, doch für die Blutgerinnung ist es unabdingbar.

In welchen Lebensmitteln finden wir es?

Multi Vitamin + Mineral-Tabletten
In vielen Lebensmitteln findet sich das Vitamin: Rosenkohl, Schnittlauch, Kartoffeln aber auch in Leber und Getreide ist es vorhanden.

Auch im menschlichen Körper findet sich das Vitamin und wird von der Darmflora erzeugt. Allerdings ist noch nicht sicher geklärt, wie viel das zum täglichen Bedarf beiträgt.

Was kann es alles leisten?

Das Vitamin ist für unseren Körper essentiell, da es unseren Organismus bei der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen auf zellulärer und blut- Ebene unterstützt und mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

An der Blutgerinnung ist es nachweislich beteiligt. Den Knochenstoffwechsel unterstützt es dadurch, dass es am Aufbau und der Stärkung des Knochengewebes beteiligt ist. Diese Erkenntnisse helfen auch der Raumfahrt, denn Astronauten sind bei langen Aufenthalten in der Schwerelosigkeit besonders gefährdet, Knochenmasse zu verlieren. Ein hohe Dosis Vitamin K hat in Testläufen den Knochenabbau fast gestoppt.

Wie wir die Zufuhr richtig dosieren

Der Schätzwert für die angemessene Zufuhr an Vitamin K liegt, laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), bei 60 µg für Frauen und 70 µg für Männer.

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Wofür brauchen wir Vitamin D?

Vitamin D ist wichtig für gesunde Knochen und Zähne und ist etwas Besonderes, weil es eine Sonderstellung unter den Vitaminen einnimmt.

In welchen Lebensmitteln finden wir es?

Vitamin D
In fast gar keinen. Unser Körper kann Vitamin D von außen über die Nahrung aufnehmen, ist aber nicht darauf angewiesen. Mit Hilfe des Sonnenlichtes bildet er auch Vitamin D selbst. Es wird Cholecalciferol – die Vorstufe von Vitamin D – über verschiedene Zwischenstufen im Körper zu Vitamin D umgewandelt. Doch man muss Einiges beachten: Wir müssen uns direkt der Sonne aussetzen, dürfen keine Cremes auftragen (diese verhindern die Bildung des Vitamins) und am wichtigsten: Sonnenbrand sollten wir natürlich auch keinen bekommen!
Wissenschaftlich erwiesen ist, dass hellhäutige Menschen aufgrund ihrer dünneren Hautschicht mehr Vitamin D bilden können als dunkelhäutige. Dafür erleiden hellhäutige Menschen auch leichter Sonnenbrände.

In den sonnenarmen Monaten gibt es kaum Alternativen für das Vitamin. Nennenswerte Konzentrationen gibt es ohnehin nur in wenigen Lebensmitteln, darunter fettreiche Fische wie Heringe, Lachse oder Makrelen, Leber und einige Speisepilze. Gelegentlich wird Margarine künstlich mit Vitamin D angereichert.

Im Herbst und Winter empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gerade im Norden die Einnahme von Vitamin D-Ergänzungsmitteln, um die fehlende Eigensynthese durch wenig vorhandenes Sonnenlicht auszugleichen.

Was kann es alles leisten?

Es hebt den Kalziumspiegel im Blut, was wiederum wichtig ist für gesunde Zähne und starke Knochen. Das Vitamin fördert außerdem den Knochenaufbau im Körper und ist damit für unser gesamtes Skelett sehr bedeutend.
Doch längst sind noch nicht alle Wirkungen untersucht. Gerade in den letzten Jahren wurde deutlich, dass das Vitamin auch älteren Menschen hilft, Stürzen und Knochenbrüchen besser zu wiederstehen und so zu einem längeren gesunden Leben beiträgt.

Wie wir die Zufuhr richtig dosieren

Da wir mit Hilfe des Sonnenlichtes Vitamin D bilden, sollten wir aber darauf achten, uns nicht zu sehr der UV-Strahlung auszusetzen. UVB-Strahlung ist gut für den Körper, weil diese die Vitamin D- Bildung in uns fördert, aber eine Überdosis führt zu schmerzhaften Verbrennungen auf der Haut. Im Sommer reichen normalerweise wenige Minuten bis zu einer Viertelstunde unter direktem Sonnenlicht aus, um unsere Vitamin D-Versorgung sicherzustellen.

Eine Unterversorgung mit Sonnenlicht lässt den Körper zunächst auf Fettfische oder andere Lebensmittel ausweichen. Kinder leiden bei chronischer Unterversorgung unter Rachitis und bei Erwachsenen weichen die Knochen langsam auf und werden anfällig.
Die größte Gefahr stellt jedoch unser modernes Leben dar, denn durch Arbeiten in geschlossenen Räumen und Verwendung von Sonnencremes führen wir einen selbstverschuldeten Mangel herbei.

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Wofür brauchen wir Vitamin E?

Das Vitamin E gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und hilft unseren Zellen, sich zu reparieren und zu entgiften.

In welchen Lebensmitteln finden wir es?

Vitamin E forte 268 mg
Unterschiedliche und zum Teil schwankende Mengen an Vitamin E finden sich in grünem Blattgemüse wie Lauch, Kohl, Spinat oder Salat. Gleiches gilt für die Leber und Niere.
Besonders konzentriert und geeignet als Vitaminlieferant sind pflanzliche Öle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumen- oder Olivenöl, welche hohe Mengen davon aufweisen. Aber auch in Hafer oder Mais finden sich größere Konzentrationen. Palmöle weisen ebenfalls eine größere Menge des Vitamins auf.

Was kann es alles leisten?

Vitamin E ist ein sehr wichtiger Bestandteil, um die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Es stärkt die natürlichen regenerativen Fähigkeiten der Zellen, hat entzündungshemmendes Potential und wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Blutes und der Blutgefäße aus.

Wie wird die Zufuhr richtig dosieren

Die Zufuhrempfehlung für einen gesunden Erwachsenen wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit 12 bis 15 mg pro Tag angegeben. Dies ist ein Schätzwert, da ein genauer Bedarf bisher noch nicht ermittelt werden konnte.

Mangelerscheinungen treten in der modernen westlichen Gesellschaft zwar kaum noch auf, jedoch kann eine ergänzende Vitamin E-Versorgung in bestimmten Lebenssituationen hilfreich sein z.B. zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit oder bei diversen Beschwerden wie z.B. der sogenannten Schaufensterkrankheit.

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Wofür brauchen wir Vitamin A?

Es gehört zu den bekannten Vitaminen und ist nicht nur unseren Augen zuträglich, sondern auch für Haut und Immunsystem wichtig.

In welchen Lebensmitteln finden wir es?

Vitamin A

Bei Vitamin A ist es sehr leicht zu erklären: Ist das Gemüse rot oder grün, enthält es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit das Vitamin. Die Rotfärbung kommt durch das Einwirken von Carotinen zustande, deren bekanntester Vertreter das Beta-Carotin ist. Im Körper wird das Beta-Carotin – auch Provitamin A genannt – über Enzymumsetzung dann in Vitamin A umgewandelt.

Rote oder orange Früchte wie Tomaten, Aprikosen, Orangen aber auch Karotten enthalten hohe Dosen an Beta-Carotin. Doch auch gesunde grüne Nahrungsmittel wie Spinat, Erbsen oder Broccoli enthalten viel Beta-Carotin. Dort wird der rötliche Farbstoff nur vom grünen Chlorophyll überdeckt.
Doch nicht nur in Gemüse findet sich das Vitamin, auch in den meisten Fischsorten ist es enthalten. Milch und Milchprodukte wie Käse enthalten es ebenfalls und Tierleber ist sehr reich daran.

Was kann es alles leisten?

Meist nimmt unser Körper das Vitamin in seiner Vorform auf. Das Provitamin A genannte Beta-Carotin wird im Organismus zu Vitamin A umgewandelt. Unter Zufuhr kleiner Mengen Fett – beispielsweise in Form eines Karottensalates mit Olivenöl – wird mehr von der fettlöslichen Vorstufe Beta-Carotin über den Darm aufgenommen und bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt.

Ist es von unserem Körper erst umgewandelt, dann unterstützt Vitamin A unseren Organismus bei sehr vielen Prozessen. Zunächst stärkt es die Sehkraft, aber ist auch für unseren Hör- und Geruchssinn wichtig . Es sorgt dafür, dass unsere Haut widerstandsfähig bleibt, hilft beim Knochenwachstum und unterstützt für den Fortpflanzungsprozess wichtige Funktionen. Außerdem schützt es unsere Schleimhäute und stärkt das Immunsystem. Damit ist es in der Erkältungsperiode ein wichtiger Lieferant, um den Körper besser gegen Krankheiten zu rüsten.

Wie wir die Zufuhr richtig dosieren

Ein erwachsener Mensch werden nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung etwa 1 mg Vitamin A am Tag (Männer 1 mg; Frauen 0,8 mg) empfohlen. Bei Kindern steigt die empfohlene Zufuhr mit dem Lebensalter und übersteigt in der Pubertät der Empfehlung eines Erwachsenen. Werdende und stillende Mütter sollten mit 1,1 mg beziehungsweise sogar 1,5 mg teilweise deutlich mehr als die Norm aufnehmen.

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